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temporäres flaschenpostamt mondorf
         

von freitag den 13. mai bis sonntag den 15. mai gastierte flaschenpostinspektor römer im rahmen des kunstprojektes "kunst vor ort" mit einem temporären flaschenpostamt in der nähe des fähranlegers in mondorf. zur versendung kamen 85 flaschenposten. die versendemodalitäten und die geschäftsbedingungen waren einem grossen schild zu entnehmen. das erwies sich als absolut notwendig, da die früher bekannte verschickungsart heute nur noch wenig geläufig ist (die tarife orientierten sich an der internationalen flaschenpostverordnung von 1923):

flaschenpostamt mondorf
hier können sie ihre individuelle flaschenpost aufgeben. zur versendung gelangen, aus nachhaltigkeitsgründen, ausschliesslich am rheinufer angetriebene fundflaschen. wählen sie eine aus unserem sortiment aus oder suchen sie selbst eine am rheinufer und reinigen sie diese gründlich. füllen sie unseren standart-flaschenpostbrief aus: schreiben sie, dichten sie, malen sie (aber bitte nicht über den rand!). dann nur noch den brief zusammenrollen, die flasche wasserdicht verschliessen und ab geht die post. unser geschultes personal ist ihnen gerne behilflich.
porto: kinder 1,00 euro; erwachsene in begleitung ihrer kinder 2,00 euro; erwachsene ohne kinderbegleitung 2,50 euro

wir machen darauf aufmerksam, dass für den inhalt der hier aufgegebenen flaschenposten ausschliesslich die absendenden personen verantwortlich sind.
kinder haften für ihre eltern!

auszug aus einem artikel von ralf johnen im kölner stadtanzeiger vom 16.5.2011


niederkassel – manche haben an seinem stand eine aufwendige zeichnung angefertigt. andere wollten lieber eine verbale botschaft in die welt schicken. dann, erzählt „flaschenpostamtsleiter“ joachim römer, haben die kinder ihre werke wahlweise in ein glas- oder kunststoffgefäß verpackt, das römer zuvor bei seinen streifzügen durch die unmittelbare umgebung aufgelesen hat.
mit ihrer flaschenpost in der hand durften die mädels und jungs dann kostenlos an bord der fähre, die niederkassel-mondorf und bonn-graurheindorf miteinander verbindet. der kapitän, der die strömungen kenne wie kein zweiter, habe den kindern dann gezeigt, wo sie ihre flaschen am besten ins wasser werfen, damit diese aussicht auf eine möglichst weite reise haben. „je länger die aktion gedauert hat“, so römer, „je mehr erwachsene haben sich auch daran beteiligt.“ allesamt handele es sich um kleine botschaften, die einen beitrag dazu leisten, menschen miteinander zu verbinden. (foto links: ralf johnen)

         
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