j o a c h i m _r ö m e r k u n s t _· _g r a f i k - d e s i g n_· _i d e e n
                               
startseite treibgut montagen draussen drinnen angewandt resonanzen kontakt/vita
alle kunst kommt aus dem vermüllten gerümpel

wort ohne zeit, ohne pass, ohne
ziel, verschlossenes wort der
hoffnung, rollendes, algengrünes
geschoss – dir vor die füsse
gespült, du bückst dich, öffnest und
bist getroffen

aus den gedicht „flaschenpost“ von rudolf otto wiemer (1905-1998)

die zufällig vorbei schwimmende botschaft,
die ja vorläufig lediglich eine verheißung war

aus einer flaschenpost

RHEINREISENDE
14.7.-15.10.2017

museum zons
schlossstrasse 1
41541 dormagen

di-fr 14-18 Uhr

sa & so 11-18 uhr


ausstellungsflyer mit führungen und begleitprogramm zum herunterladen

 

aus anlass der ausstellung ist ein
extra-heft von lunapark21 – zeitschrift
zur kritik der globalen ökonomie
erschienen. bestellmöglichkeit hier

Eine Ausstellung im Rahmen des Themenjahres "Unterwegs" des Museumsnetzwerks Niederrhein
Kaum beachtet an den Ufern des Rheins warten zahlreiche Reisende darauf entdeckt zu werden. Sie sind mit dem Fluss angekommen - einige wurden bewusst, andere durch Zufall auf die Fahrt durch das kühle Nass geschickt, doch immer mit unbekanntem Ziel - Fundstücke, Treibgut. Der Kölner Künstler Joachim Römer ist ein professioneller Finder, er entdeckt diese "Angetriebenen", spürt sensibel ihrer Geschichte nach und entwickelt sie weiter. Er setzt sich poetisch, aber auch durchaus kritisch mit der Beziehung Mensch und Fluss bzw. Umwelt auseinander.
In der Ausstellung findet sich ein facettenreiches Spektrum dieser "Rheinreisenden": Plastiken aus Treibgut, Fotografien und Objets trouvés, die berühren und die Fantasie der Betrachtenden anregen - scheint ihnen doch ein eigener Reisebericht immanent zu sein. Ganz konkret sind die Nachrichten in Flaschenposten. Grüße, Gedanken, Wünsche, Hoffnungen wurden ihnen anvertraut und mit unbekanntem Ziel und Empfänger auf die Reise geschickt. Die Behältnisse sind dabei so unterschiedlich wie die Nachrichten selbst.
In der Rauminstallation "rotraum", die aus rotem Rheintreibgut besteht, begibt sich der Besucher in eine aus vertrautem geschaffene, aber dennoch fremde Welt. Die Videoinstallation "Rheinische Luftschiffe" widmet sich verschiedenen Facetten des aktuellen Rheintourismus. Die Faszination von der Schönheit des Rheins und seiner Ufer einst und heute findet auch in der Neuinterpretation eines Rheingemäldes seinen Ausdruck. Dieses wird vollständig mit Treibgutstücken "gemalt", so dass es sich beim Näherkommen des Betrachtenden in ein Relief aus unterschiedlichsten Einzelelementen aufzulösen scheint.

                                                           
startseite nach oben